Wut


Sich abzureagieren, um Wut abzubauen, ist wie Benzin zu verwenden, um ein Feuer zu löschen.

(Brad Bushman)


Argusaugen


Wie mustern Fahrkartenkontrolleure in der S-Bahn die üblichen Verdächtigen?

(Bild: Ann Arbor Public Library)


Kompetenz und Arroganz


„Die Arroganz, mit der wir die Internet-Fragen unserer Eltern wiederum beantworten, steht uns eigentlich nicht wirklich gut zu Gesicht, wenn man bedenkt, dass meine Generation schon für das Panieren eines Schnitzels meist eine Telefonschalte mit der Mutter benötigt.”

Sophie Passmann, Alte weiße Männer: Ein Schlichtungsversuch

Foto by Max Erb – Max Erb, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org


Drama


„What is drama but life with the dull bits cut out…“

(Alfred Hitchcock • Foto: wikimedia commons)


Essens-Gäste


„Wenn man sich bei den Vorbereitungen schon mit dem Kochwein betrunken hat, wird natürlich alles schwieriger. Aber auch lustiger. Man muss abwägen.“

„Die wichtigste Regel kommt aus dem britischen Königshaus: Never explain, never complain. Stoisch einfach so tun, als wäre das, was man gerade serviert, genau so gedacht gewesen, egal wie es schmeckt. Dazu mag ein gewisses Talent gehören, aber auch Anmaßung ist eine Sache der Übung.“

 

(Elisabeth Raether, Zeitmagazin 47/2017)


Early Wittgenstein


„Pappi, warum gibt es die Wörter, die manche Erwachsene nicht hören mögen, wenn man die nicht sagen darf?“

 

Fragte meine Tochter mich im Alter von 7 Jahren.


Ta-Nehishi Coates


“You are growing into consciousness, and my wish for you is that you feel no need to constrict yourself to make other people comfortable.”

 

Ta Nehishi Coates | © Foto: Wikipedia, Commons


Verantwortung für alles?


Folgt aus der Tatsache, dass es Unglück gibt auf der Welt, die Verpflichtung, sich selbst jedes Wohlgefühl zu verbieten? Macht der eigene Verzicht auf Glücksgefühle nicht im Gegenteil die Summe des irdischen Unglücks noch ein bißchen größer?

 

(Harald Martenstein, Zeit Magazin, Hamburg Nr. 1 /2017, S. 8)


Konsens und Kompromiss


Beim Konsens einigen sich die Beteiligten, die sich vorher uneinig waren, darüber, was richtig ist. Sie verändern also, zumindest zum Teil, ihre Positionen. Beim Kompromiss aber bleiben die Positionen die alten, man einigt sich nur auf eine gemeinsame Lösung.

 

(Rainer Erlinger „Passt schon“, Süddeutsche Zeitung Nr. 34, 10./11.02.2017, p.45)


Fluchtpunkt


Wenn ich im Fernsehen die Leute reden höre, dann denke ich, das ist alles Satire. Inzwischen scheint die Wirklichkeit die Übertreibung zu sein -die Wirklichkeit, nicht die Kunst.

 

(Silvia Bovensen)