Verantwortung für alles?


Folgt aus der Tatsache, dass es Unglück gibt auf der Welt, die Verpflichtung, sich selbst jedes Wohlgefühl zu verbieten? Macht der eigene Verzicht auf Glücksgefühle nicht im Gegenteil die Summe des irdischen Unglücks noch ein bißchen größer?

 

(Harald Martenstein, Zeit Magazin, Hamburg Nr. 1 /2017, S. 8)


Konsens und Kompromiss


Beim Konsens einigen sich die Beteiligten, die sich vorher uneinig waren, darüber, was richtig ist. Sie verändern also, zumindest zum Teil, ihre Positionen. Beim Kompromiss aber bleiben die Positionen die alten, man einigt sich nur auf eine gemeinsame Lösung.

 

(Rainer Erlinger „Passt schon“, Süddeutsche Zeitung Nr. 34, 10./11.02.2017, p.45)