Das Buch ist High-Tech


Das Buch ist ein physisches Objekt, das 300 unterschiedliche Screenshots darstellt, aber keine Elektrizität benötigt und für die Ewigkeit ist, wenn Sie es einigermaßen trocken und warm halten- eine verblüffende, hochmoderne Technologie. Mit der ersten Elektromagnetischen-Impuls-Waffe, die über Ihrer Stadt ausgelöst wird, werden alle anderen Informationen zerstört sein. Aber Ihr Buch ist noch da.

 

William Gibson, im Interview mit Jochen Wegner, ZEIT-Magazin 03/2017, © Bild: Wikipedia, dig books

 


Essens-Gäste


„Wenn man sich bei den Vorbereitungen schon mit dem Kochwein betrunken hat, wird natürlich alles schwieriger. Aber auch lustiger. Man muss abwägen.“

„Die wichtigste Regel kommt aus dem britischen Königshaus: Never explain, never complain. Stoisch einfach so tun, als wäre das, was man gerade serviert, genau so gedacht gewesen, egal wie es schmeckt. Dazu mag ein gewisses Talent gehören, aber auch Anmaßung ist eine Sache der Übung.“

 

(Elisabeth Raether, Zeitmagazin 47/2017)


Verantwortung für alles?


Folgt aus der Tatsache, dass es Unglück gibt auf der Welt, die Verpflichtung, sich selbst jedes Wohlgefühl zu verbieten? Macht der eigene Verzicht auf Glücksgefühle nicht im Gegenteil die Summe des irdischen Unglücks noch ein bißchen größer?

 

(Harald Martenstein, Zeit Magazin, Hamburg Nr. 1 /2017, S. 8)


Die Fantasie-Muskeln


„Lesen ist das Beste, was man machen kann. Man muss alles erfinden. Beim Lesen muss man die ganze Arbeit selbst verrichten. Das trainiert diese seltsamen Muskeln, von denen niemand weiß, wo sie sitzen: die Fantasie-Muskeln.“

 

Terry Gilliam in der ZEIT #19, 2006